Die Wahl ist gelaufen

Gammelin hat gewählt. Und für mich war es eine Premiere. Erstmals nicht als Wahlhelferin oder Berichterstatterin für die Zeitung, sondern als Kandidatin. Ganz schön aufregend. Und ich bin überwältigt über das große Vertrauen, das mir die Gammeliner und Bakendorfer ausgesprochen haben. Danke an alle, die mich gewählt haben. Und das, obwohl einzelne „besorgte Bürger“ allein schon durch meine Kandidatur den Dorffrieden gefährdet sahen.

Anlaysieren wir also das Wahlergebnis: Die Wahlbeteiligung war mit über 70 % hoch. Amtsinhaber Manfred Kebschull, der keinen Gegenkandidaten hatte, wurde als Bürgermeister im Amt bestätigt. Das ist trotz mancher Unzufriedenheit auch eine Anerkennung der geleisteten Arbeit. Allerdings hat der Bürgermeister seine Hausmacht in der Gemeindevertretung verloren. Wichtige Mitstreiter aus der Vergangenheit sind nicht mehr an seiner Seite, weil sie entweder nicht mehr kandidiert haben oder nicht wiedergewählt wurden. Mit acht Bewerbern hat seine Wählergemeinschaft gemeinsam und zukunftsoriertiert nur 50,13 % der Stimmen errungen.

Deshalb steht es jetzt halbe – halbe in der Gemeindevertretung. Die Wählergemeinschaft ist mit drei Gemeinderatsmitgliedern vertreten – neben dem Bürgermeister sind das Dirk Müller (52 Stimmen) und Maik Dammann (54 Stimmen). Die drei Einzelbewerber Klaus Stamer (135 Stimmen), Michaela Christen (115 Stimmen) und Bettina Büge (52 Stimmen) stellen die andere Hälfte. Das heißt: Ohne Zustimmung mindestens eines Einzelkandidaten verfügt der Bürgermeister über keine Mehrheit mehr. (Hier muss ich mich berichtigen. Siehe nächster Artikel: Rechenexempel – Update zum Wahlergebnis)

Ist das gut oder schlecht für die Gemeinde? Es ist der Wählerwille. Und ich glaube, dass es gut ist für die Demokratie im Dorf. Absolute Mehrheiten verführen leider tendenziell zur Alleinherrschaft. Man muss sich keine Gegenargumente oder kritischen Fragen anhören. Man muss die Bürger bei seinen Entscheidungen nicht mitnehmen. Man kann einfach durchregieren und bei Kritik auf Durchzug schalten. Das wird sich jetzt hoffentlich ändern. Dass alle neu Gewählten, außer dem Bürgermeister, Neulinge im Amt sind, muss dabei kein Nachteil sein. Man kann sich auf Augenhöhe begegnen, wenn es darum geht, das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen.

Bis zum nächsten Mal – Ihre Michaela Christen

3 Kommentare zu „Die Wahl ist gelaufen

  1. Uwe Westphal 5. Juli 2019 — 13:07

    Man darf nicht übersehen, dass Frau Büge u. Herr Rath bei der letzten Wahl zu der Wählergemeinschaft um den Bürgermeister gehörten und Herr Stamer eher zu seinen Sympathisanten gehört. Wahrscheinlich hat man diese Kandidaten nur geschickt als Einzelbewerber platziert. Herr Stamer hat den Bürgerinnen u. Bürgern nicht erklärt, wofür er, neben seinen gewerblichen Interessen, eigentlich steht.

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  2. Werter Herr Westphal
    Warum immer so pessimistisch nur weil eigene Ziele nicht zum Erfolg geführt haben. Der Wählerwille ist zu akzeptieren . Geben Sie den Gewählten eine Chance auch Einstellungen können sich ändern.Frau Christen ist auf dem richtigen öffentlichen demokratischen Weg wünschen wir ihr Erfolg.

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  3. Klarstellung:
    Zugegeben, auch wir von der FWGB hatten bei der vorletzten Wahl versucht, unter anderem mit Herrn Ulrich Reck, viele Kandidaten aufzustellen um Stimmen zu binden. Was auch erfolgreich war!
    Kommentare:
    Auf dieser Seite darf man zum Inhalt einen Kommentar abgeben. Wenn aber die Kommentare kommentiert werden ist es nicht zielführend.
    Rückblick:
    Eine funktionierende Mitgliedergemeinschaft, in der man selber Mitglied ist, kann nur gemeinsam über verfehlte Ziele enttäuscht sein.
    Die Verantwortung für eine Mitgliedergemeinschaft machen nicht immer der od. die Beste. Es übernimmt jemand diese Aufgabe, weil die anderen keine Lust haben, sich nicht trauen od. die viele Arbeit scheuen. Außerdem ist es sehr viel einfacher aus der hinteren Ecke zu agieren u. zu kommentieren.
    Auch die FWGB hatte versucht über Flyer die Bürgerinnen u. Bürger zu informieren und das Wählerinteresse dadurch möglicherweise angeregt hatten.
    An dieser Stelle muss gesagt werden, wie Fr. Christen informiert ist professionell und sehr, sehr gut und ich bin froh, dass Frau Christen in den Gemeinderat gewählt wurde
    Uwe Westphal

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