Rechenexempel: Update zum Wahlergebnis

Wie heißt es doch so schön im Volksmund: Man soll die Rechnung nicht ohne den Wirt machen. Stimmt. Ich habe letzte Woche bei meiner Wahlbetrachtung die Rechnung tatsächlich ohne den Bürgermeister gemacht. Entschuldigung, Herr Bürgermeister. Das war nicht böse gemeint. Manfred Kebschull stand ja zweimal zur Wahl – als Bürgermeister und als Gemeindevertreter.

Er kann aber nicht beide Mandate annehmen. Deshalb wird es so kommen wie bei der letzten Kommunalwahl: Er nimmt die Wahl zum Bürgermeister an, die er mit 57,41 % gewonnen hat. Und er verzichtet auf das Mandat in der Gemeindevertretung. Davon wird dann ein Nachrücker von der Liste seiner Wählergemeinschaft profitieren.

Ergebnisse der Kommunalwahl – Grafiken © Wahlbehörde Amt Hagenow-Land

Was ändert sich dadurch? In der Gemeindevertretung steht es immer noch halbe-halbe. Ausschlaggebend wird bei strittigen Themen dann die Stimme des Bürgermeisters sein. Was wird die Wählergemeinschaft  mit dieser knapper gewordenen Mehrheit anfangen? Das wird sich womöglich bereits in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung Anfang Juli zeigen, wenn es um die Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters geht.

Ergebnisse der Kommunalwahl – Grafiken © Wahlbehörde Amt Hagenow-Land

Nach meinem Demokratieverständnis muss der erste Stellvertreter aus den Reihen der Einzelkandidaten kommen: Mein Wunschkandidat für das Stellvertreter-Amt ist Klaus Stahmer. Er hat bei dieser Wahl auf Anhieb 135 Stimmen geholt, nur 12 Stimmen weniger als Amtsinhaber Kebschull mit seinem zehnjährigen Bürgermeisterbonus. Das ist eine sehr starke demokratische Legitimation für Klaus Stahmer.  

Es könnte natürlich auch anders kommen, wenn die Wählergemeinschaft geschlossen einen anderen ersten Stellvertreter aus den eigenen Reihen vorschlägt und wählt. Das wäre dann kein guter Neubeginn. Es würde Fronten schaffen, die in unserer kleinen Gemeinde wirklich nicht sein müssen. Schließlich geht es hier nicht um die große Politik. Bedenkt man zudem das Alter unseres langjährigen Bürgermeisters, dann wäre es sicherlich gut, wenn sich ein geeigneter Nachfolger beizeiten vernünftig einarbeiten könnte. Wen die Wählerinnen und Wähler als geeigneten Nachfolger sehen, das haben sie bereits angedeutet. Ich staune wirklich, dass Kommunalpolitik so spannend sein kann. Mein nächster Artikel dreht sich übrigens ums Mulchen. Mulchen ist Mist. Warum, das verrate ich Ihnen nächste Woche.

Ihre Michaela Christen  

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