Alles für die Katz

Zurück aus dem Urlaub. Das „Dorfgespräch Gammelin“ kann weitergehen. Zum Artikel „Mulchen ist Mist“ gibt es inzwischen einige Kommentare. Sie können die Diskussion gern nachlesen. Für die 24 Parkplätze am Dorffriedhof interessiert sich jetzt auch die „Schweriner Volkszeitung“. Auf meine Anfrage an das Amt Hagenow-Land zum Baumschnitt trotz Schonzeit im Sommer (siehe: „Hinterm Horizont gibt es Hoffnung“) habe ich noch keine Antwort erhalten. Die Anfrage ist jetzt fast drei Wochen her. Aber wir haben Urlaubszeit.

Heute soll es mal um ein schönes Thema gehen. Um Tiere im Dorf. Und ich rede jetzt nicht von denen, die in den großen Stallanlagen unseren riesigen Bedarf an Milch, Fleisch oder Eiern decken. Sie sind aus Gammelin verschwunden. Der Kuhstall aus DDR-Zeiten wurde dicht gemacht. Große Mastanlagen stehen anderswo.

Tiere gehören zum Dorf: In Gammelin sind es „glückliche Hühner“ und Kaninchen, friedlich grasende Pferde, Zicklein oder Kühe auf der Weide. Ja und natürlich sind es auch Hund und Katz, die mit Abstand beliebtesten Haustiere der Deutschen.

Spätestens wenn Städter aufs Dorf ziehen oder die Kinder aus dem Haus sind, legen sich viele Menschen ein Haustier zu. Oder die Kinder ziehen aus. Und das Haustier der Kinder bleibt im Elternhaus zurück. An Kindes statt. Wie heißt es doch so schön? Das letzte Kind hat stets ein Fell. Da ist was dran: Haustiere können einem viel emotionale Geborgenheit schenken. Sie sind einfach da und wirklich dankbar für Zuwendung. Wer einen Hund besitzt, der hat selbst genug Auslauf. Bei Wind und Wetter. Wer eine Katze hat, der braucht kein Personal. Der ist das Personal. Also am besten beides – einen Hund, der einen anhimmelt, und eine Katze, die einen ignoriert. Allerdings darf man sich auch keine Illusionen machen: Katzen fangen leider nicht nur Mäuse, sondern auch Gartenvögel oder geschützte Maulwürfe. Ein Glöckchen am Halsband hilft da nur bedingt. Am Besten man sperrt die Jäger wenigstens in der Nacht ein.

Natürlich ist das Verreisen ein Problem, wenn man Tiere zu versorgen hat. Für die Hühner empfiehlt sich ein „Hühnerpförtner“, der auf Dämmerung oder die Uhrzeit reagiert und die Tür zum Hühnerstall automatisch öffnet oder schließt. Diesen heißen Tipp hat uns Pastorin Langer gegeben. Für das Füttern lässt sich dann auch viel leichter Hilfe organisieren.

Zum Glück gibt es inzwischen Tierpensionen für Hund und Katz. Auch bei uns im Dorf. Und schließlich hilft man sich ja auch unter Nachbarn. Und lernt dabei mitunter viel Neues über Tiere. Zum Beispiel, dass ein Pferd im Sommer rund 60 Liter Wasser am Tag wegsäuft.

Wir haben neben den Hühnern auch einen Kater. Der stammt aus dem Tierheim. Damit haben wir wirklich gute Erfahrungen gemacht: Die Tiere sind entwurmt und geimpft, kastriert und die Tierheimmitarbeiter kennen die Eigenheiten ihrer Schützlinge. So kann man leicht eine Katze finden, die zu einem passt. Und man tut auch noch ein gutes Werk.

Bis zum nächsten Dorfgespräch – Ihre Michaela Christen

 

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