Lass Blumen sprechen

Vor genau 10 Jahren fand in Schwerin die Bundesgartenschau statt. Für mich war es ein toller Auftakt in meinem damals noch neuen Job als Pressesprecherin der Stadt Schwerin. Denn ich bringe gute Nachrichten viel lieber unter die Leute als schlechte. Und für unser Landeshauptdorf Schwerin gilt tatsächlich, dass die BUGA einen großen Entwicklungsschub für die Stadt gebracht hat. Schwerin ist regelrecht erblüht und kann sich seither auch über wachsenden Zuzug freuen.

Vor der BUGA in Schwerin dachte ich immer, Gartenschauen seien etwas für alte Leute. Das ist aber nicht der Fall. Diese Veranstaltungen sind heutzutage als Angebote für die ganze Familie konzipiert. Das gilt auch für die Landesgartenschau in Wittstock, die ich Ihnen hiermit wärmstens empfehlen möchte. Man nimmt von dort wunderbare Anregungen für den eigenen Garten (oder das eigene Dorf) mit oder freut sich einfach nur an der üppigen Blumenpracht.

Fahren Sie am besten sonnabends nach Wittstock. An den Sonntagen ist es mächtig voll, wurde uns gesagt. Leider ist die Anreise mit der Bahn von Gammelin aus unter Zeit- und Kostengesichtspunkten nicht wirklich konkurrenzfähig. Auch wir sind mit dem Auto gefahren. Folgen Sie nach der Autobahnabfahrt einfach dem Parkleitsystem mit dem Logo der LAGA. Es erinnert an eine stilisierte rote Blume, die den Grundriss der Stadt zeigt.

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Wittstock hat bis heute eine fast geschlossene Stadtmauer, die eine schöne Kulisse für die Landesgartenschau bildet. Das 13 Hektar große Gelände befindet sich südlich der Altstadt. Es schmiegt sich zwischen dem Besucherparkplatz am Dosseteich (Eingang Ost) und dem Bahnhof (Eingang West) wie eine grüne Halbschale von außen an die Stadtmauer. Karte der LAGA

Östlich begrenzt die Dosse das Gartenschau-Gelände, das auch schon vor der LAGA ein Park war. Westlich befindet sich in einer alten Güterhalle des Bahnhofs die Blumenhalle mit Wechselausstellungen. Im Zentrum liegen die Alte Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert und der Amtshof. In der Burg befindet sich ein in Deutschland einmaliges Museum über den Dreißigjährigen Krieg. Der Besuch ist im Eintrittspreis der LAGA von 14 Euro (Erwachsene) inbegriffen. Wir haben das Museum bei unserem Tagesausflug allerdings nicht mehr geschafft.

Die Landesgartenschau ist noch bis zu 6. Oktober geöffnet. Gegenwärtig kommen vor allem die Dahlienfreunde auf ihre Kosten. Aber auch Sonnenhüte, Zinnien und Duftnesseln ziehen bewundernde Blicke auf sich. Mit einem gültigen Ticket können Sie das LAGA-Gelände am Besuchstag jederzeit verlassen und wieder betreten.

Es lohnt sich, die historische Altstadt zu erkunden. Denn auch die St. Marien-Kirche, deren Turm wir bestiegen haben, ist Teil der Gartenschaukulisse. Vor der Kirche gibt es in einem alten Zirkuswagen einen leckeren BIO-Imbiss. Der Stachelbeer-Dinkel-Kuchen mit Pudding ist ein Gedicht!

Gibt‘s auch was zu meckern? Die Preise der Gartenschau-Gastronomie sind ziemlich hoch. Man kann sich aber etwas zu trinken oder ein kleines Picknick mitbringen und auf dem Gelände verzehren. Verwundert waren wir über die sehr prägnante Präsentation eines Mähroboters, der Runde um Runde auf einer teppichgleichen Rasenfläche drehte. Selbst einer der umstrittenen Steingärten (ganz ohne Blumen!) gehörte zum Repertoire der Blumenschau. Dafür gab es an anderer Stelle bunte Blühflächen für Insekten und eine informative Ausstellung des örtlichen Imker-Vereins. Beeindruckend auch die artenreiche Feuchtwiese, die bei der Dosse-Renaturierung angelegt wurde. Doch schauen Sie selbst!

Was sonst noch passierte:

Am vergangenen Wochenende waren vor dem Gemeindehaus fleißige Handwerker im Einsatz. Der Eingang zum Gemeindehaus und zur Feuerwehr ist jetzt barrierefrei. Das neue Gammeliner Feuerwehrfahrzeug soll am 14. September ausgeliefert werden. Die FFW Gammelin / Bakendorf lädt die Gammeliner und Bakendorfer um 12 Uhr zur feierlichen Übergabe ein. Es gibt Wildschwein am Spieß. Zunächst hatte es geheißen, dass sich die Auslieferung verzögern könnte. Der Gammeliner Dorfclub traf sich ebenfalls in dieser Woche, um das „Oktoberfest“ vorzubereiten. Es soll am 19. Oktober im „Hahn“ stattfinden.

Na dann bis nächste Woche – Ihre Michaela Christen

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