Baukosten steigen rasant

Großer Bahnhof für die Gammeliner Feuerwehr: Bei strahlendem Sonnenschein wurde letzten Sonnabend das neue Tragkraftspritzenfahrzeug an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gammelin übergeben. Auch die SVZ war vor Ort und berichtete. Das Fahrzeug aus der Brandschutztechnik GmbH Görlitz fasst 1000 Liter Wasser. Mitfahren können sechs Einsatzkräfte. Die Kosten von nunmehr 155.000 € teilten sich Land, Landkreis und Gemeinde. Bei der feierlichen Übergabe wurden außerdem Aktive ausgezeichnet, die beim Waldbrand in Lübtheen im Einsatz waren. Auch die Beförderung des Gammeliner Gerätewarts Stefan Rath zum Oberfeuerwehrmann konnte am Samstag gefeiert werden. Die FFW hat laut Wehrführer Andy Saumann derzeit 18 aktive Mitglieder – und sie wünscht sich weitere Mitstreiter, um die Einsatzfähigkeit zu verbessern. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr und den Ehrenmitgliedern zählt Gammelin derzeit 37 ehrenamtliche Feuerwehrleute. Wer ihre Aktivitäten verfolgen möchte, kann der FFW auf Facebook folgen.

Auszeichnung
Auszeichnung der Aktiven,  die beim Waldbrand in Lübtheen im Einsatz waren. © Michaela Christen

Interessante Lektüre bot die neue Ausgabe des  „Hagenower Kommunalanzeigers“. Die Wahlergebnisse für die neue Amtsführung  des Amtes Hagenow-Land wurden veröffentlicht.  Zum neuen Amtsvorsteher – er ist der ehrenamtliche Chef der Amtsverwaltung  – wurde der 56-jährige Kriminalist Holger Maty gewählt. Er ist Bürgermeister von Pätow-Steegen. Die Wahl der beiden Stellvertreter entschieden Thomas Witt aus Pritzier (1. Stellvertreter) und Volker Klemz aus Alt Zachun (2. Stellvertreter) für sich. Gegen beide war der Kandidat aus Gammelin unterlegen.

Auch die Unterlagen für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung am 26. September  lagen in dieser Woche schon im Briefkasten. Ein Nachtragshaushalt muss beschlossen werden, weil die Gemeinde mehr Geld ausgibt als im beschlossenen Haushalt geplant. Schuld sind vor allem rasant steigende Baukosten. Die Mehrausgaben betreffen vor allem den Ausbau des Friedhofsweges und die Errichtung der barrierefreien Bushaltestellen.  Auch für die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs musste die Gemeinde etwas tiefer in die Tasche greifen:  Die Mehrbelastung beruht hier auf einer Verschiebung der Förderquote zu Lasten der Gemeinde. Gammelin hatte mit der üblichen Zweidrittelförderung durch Land und Landkreis gerechnet und diese auch beantragt, bekommt stattdessen fast 15.000 € Förderung weniger. Kann man nichts machen.

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64 Prozent teurer als geplant werden die barrierefreien Haltestellen. © Michaela Christen

Die Kostensteigerungen bei den beiden Baumaßnahmen sind dagegen heftig. Die beiden barrierefreien Haltestellen kosten 102.000 statt 62.000 € und damit 64 Prozent mehr als geplant. Der Friedhofsweg wird 88.000 € und damit 41 Prozent teurer als veranschlagt. Höhere Fördermittel sind in beiden Fällen beantragt. Als Laie fragt man sich natürlich, wie solche Kostenexplosion möglich ist. Gestiegene Preise aufgrund der guten Baukonjunktur sind wohl nur die halbe Wahrheit, denn auch bei der Bauausführung ergaben sich weitere Nachträge. Wurde also nicht gut genug geplant, weil die Maßnahmen möglichst schnell über die Bühne gehen mussten? Die Anlieger des Friedhofsweges können jedenfalls von Glück sagen, dass wenigstens sie nicht durch die Mehrkosten belastet werden, denn Anliegerbeiträge werden nicht mehr fällig.

Bei der Korrektur des Stellenplans (TOP 6) handelt es sich hingegen nur um einen Schreibfehler hinter dem Komma, der korrigiert werden muss. Eine Formalie. Mein Antrag mit den Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz steht als letzter Punkt auf der öffentlichen Tagesordnung.

Sieben Tagesordnungspunkte gibt es auch nichtöffentlichen Teil. Und es stehen gleich vier Eilentscheidungen des Bürgermeisters an, die von der Gemeindevertretung im Nachhinein zu bestätigen sind. Eilentscheidungen trifft der Bürgermeister, wenn er die Gemeindevertretung nicht vorher fragen kann. Aber gleich vier Stück? Dann war die fast dreimonatige Pause zwischen den Sitzungen der Gemeindevertretung wohl zu lang. Schließlich geht es bei den Nachträgen für die Baumaßnahmen nicht um kleine Beträge.

Nächste Woche erfahren Sie, wie die Gemeindevertretersitzung gelaufen ist. Sie können natürlich auch live dabei sein: Am 26. September um  19.30 Uhr im Gemeindehaus.

Und sonst noch?

Der Kartenvorverkauf für das Oktoberfest des Dorfclubs  am 19. Oktober hat begonnen. Karten können bis 1. Oktober  unter 038850 75020 oder 038850 5265 vorbestellt werden.

Klimastreik
Klimastreik in Schwerin: Mehr Teilnehmer als erwartet. © Michaela Christen

Schwer zu sagen, wie viele Menschen am heutigen Freitag beim Klimastreik in Schwerin waren: Die Veranstalterinnen hatten mit 450 Teilnehmern gerechnet. Am Ende schätzten Polizei und Schweriner Ordnungsamt, dass es 1800 Demonstranten waren. Auch viele Eltern und Großeltern waren dabei.

Bis demnächst – Ihre Michaela Christen

 

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