Blickfang für das Dorf

Die Idee entstand beim ersten öffentlichen „Dorfgespräch“ am 27. Oktober im Gemeindehaus. Bereits einen Monat später hat die Gemeindevertretung am vergangenen Donnerstag grünes Licht für die Bepflanzung des Rondells mit der Linde am Ende des Friedhofsweges gegeben. Die Gemeinde will die Anschaffungskosten für die Pflanzen übernehmen und die Fläche entsprechend vorbereiten lassen, hieß es in der Sitzung.  

Eckhard Matuschewski aus der Schmiedestraße wird Vorschläge für die Bepflanzung erarbeiten. Von ihm war auch die Anregung gekommen, diese prominente Fläche zu einem Blickfang für das Dorf aufzuwerten. Ich bin gespannt auf seine Ideen, denn er versteht wirklich etwas von Gartenkunst. Die Vorschläge sollen schon auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung im Februar vorgestellt werden.

Das Rondell am Ende des Friedhofsweges soll bepflanzt werden. © Michaela Christen

Außerdem wurde uns zum Ende der Bauarbeiten der Nutzungsvertrag für den Parkplatz am Friedhof zur Bestätigung vorgelegt. Die Nutzung soll – wie vom Bürgermeister angekündigt – für die Gemeinde kostenlos sein. Der Vertrag geht aus meiner Sicht in Ordnung. Ich habe mich bei der Abstimmung dennoch enthalten und keine Zustimmung erteilt. Zwar ist die Befestigung der Straße zu befürworten. Den Bau von insgesamt 24 Parkplätzen halte ich aber immer noch für völlig überzogen. Zu den geplanten Ausgleichmaßnahmen teilte mir das Amt Hagenow-Land am 27. November schriftlich mit, dass entsprechend dem Dorferneuerungsplan die Neuanpflanzung von 14 Bäumen geplant sei. „Der Standort der Neuanpflanzungen ist bisher noch nicht festgelegt“, hieß es weiter. Die Neuanpflanzung sei nach Fertigstellung des Friedhofswegs zu realisieren.

Der Parkplatz am Friedhof © Michaela Christen

Brauchen wir einen Schulgarten? Mit dieser Frage habe ich in der letzten Woche meinen Artikel im Dorfblog überschrieben. Denn zwei Eilentscheidungen für den Schulgarten standen ebenfalls auf der Tagesordnung der letzten Sitzung dieses Jahres. In einer schriftlichen Stellungnahme an die Gemeindevertretung hielt die Direktorin  der Grundschule ein Plädoyer für den Schulgarten:  „Ja, wir brauchen einen Schulgarten! Und ja, dieser soll wachsen, schöner werden und von den Kindern mit Begeisterung unter guten sächlichen Bedingungen genutzt werden“, so Nadine Lembke. Sie zählte zahlreiche Aktivitäten der vergangenen Jahre auf. Alle Klassen erhalten wöchentlich eine Schulgartenstunde. Ein zusätzliches Schulgartenangebot findet wöchentlich im Rahmen der vollen Halbtagsgrundschule statt. Die Einladung zum Besuch in der Schule habe ich gern angenommen. Neben dem Schulgarten interessieren mich natürlich auch die beiden anderen Projekte (Schulwald, Streuobstwiese), die das ökologisch ausgerichtete Schulprofil prägen.

Die Gemeindevertretung bestätigte übrigens nach ausführlicher Diskussion einstimmig die geplanten Anschaffungen und Handwerkerleistungen für den Schulgarten. Das positive Votum war verbunden mit dem deutlichen Wunsch der Gemeindevertretung, den Schulgarten wieder mehr mit Leben zu erfüllen.

Und sonst noch?

Nachtragshaushalt bestätigt: Wie berichtet sind die Baukosten für den Ausbau des Friedhofsweges und die Bushaltestellen in Gammelin und Bakendorf deutlich gestiegen. Diese Mehrausgaben mussten in einen Nachtragshaushalt eingestellt werden. Sie gehen nicht gänzlich zu Lasten der Gemeinde, weil auch Einnahmen aus Fördermitteln anteilig steigen. Gammelin hat dennoch einen ausgeglichenen Haushalt und rutscht durch die Mehrausgaben nicht ins Defizit.

Höhere Entschädigungen für Ehrenamt: Die Änderung der Hauptsatzung wurde von der Gemeindevertretung ebenfalls einstimmig bestätigt. Im neuen Jahr wird der monatliche Obolus für den ehrenamtlichen Bürgermeister (auf 700 €) und seine beiden Stellvertreter (auf 100 € bzw. 50 €) sowie das Sitzungsgeld für die Gemeindevertreter (auf 40 € pro Sitzung) steigen. Warum ich für die höhere Entschädigung gestimmt habe, erfahren Sie in meinem nächsten Artikel für den Dorfblog.

Beschluss zur Streuobstwiese vertagt: Die Festlegung von Pflegemaßnahmen zur Streuobstwiese wurde auf meine Bitte hin vertagt. Der Bürgermeister hatte vom Agro Forst Service Brahlstorf eine Stellungnahme zum Gutachten des Obstgehölz-Sachverständigen Andrè Beutler-Koch angefordert. Der Agro Forst Service hat die Streuobstwiese 2017 im Auftrag der Gemeinde angelegt. Das  Forstdienstleistungsunternehmen hält die Pflegehinweise des Obstgehölz-Experten für unzutreffend. Die Stellungnahme der AFS wurde mir jedoch erst unmittelbar vor der Gemeindevertretersitzung zugesandt. Neun vertrocknete Bäume auf der Streuobstwiese sollen nachgepflanzt werden. Doch grundsätzliche Fragen wie der Schnitt, die Pflege der Baumscheiben und das Mulchen bleiben vorerst weiter strittig. Wen‘s interessiert: Hier die Bewertung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (S. 36/37). Hier Informationen des Streuobstnetzwerks MV

Eine besinnliche Adventszeit wünscht Ihnen

Ihre Michaela Christen

1 Kommentar zu „Blickfang für das Dorf

  1. Guten Morgen, Frau Christen!
    Das Dorfleben in Gammelin scheint der *absolute* Gegensatz zu dem zu sein, was wir hier jede Nacht in der Großstadt erleben- 😉
    Ich bin trotzdem mal gefolgt, weil Ihr Blog immer wieder in meinen Empfehlungen auftauchte. Vermutlich, weil eine meiner langjährigsten Freundinnen (= 2001 kennengelernt) aus Gammelin stammt. Lassen Sie sich nicht unterkriegen!
    VVN 😊

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