Im Arbeitsmodus

Am Dienstag, dem 9. Juni, steht die nächste Arbeitsberatung des Gemeinderats an. Wir treffen uns wieder im Amt Hagenow-Land – und besprechen mit dem Planer die Ausführung des Straßenausbaus in der Schmiedestraße.

Der Informationsfluss zwischen dem Amt und der Gemeindevertretung hat sich seit der letzten Arbeitsberatung am 26. Mai deutlich verbessert. Die Gemeindevertretung hatte das Amt gebeten, Informationen über wichtige Angelegenheiten wie Fördermittel und Bauvorhaben künftig nicht nur an den Bürgermeister, sondern auch an die übrigen Gemeinderatsmitglieder weiterzuleiten. Das funktioniert jetzt gut.

Und noch ein Lob an das Amt: Schon einen Tag nach der Arbeitsberatung wurde uns das Protokoll der Sitzung per E-Mail zugestellt – bei den offiziellen Gremiensitzungen dauert es leider immer mehrere Monate bis uns die Niederschriften vorliegen, was aber nicht unbedingt an der Protokollführung des Amtes liegen muss, sondern auch ein „Weiterleitungsproblem“ sein kann.

Endlich gleicher Wissensstand zum größten Gammeliner Bauvorhaben

Auch alle wichtigen Unterlagen für den geplanten Turnhallenneubau auf dem Gelände der Grundschule wurden dem Gemeinderat jetzt durch das Amt zur Verfügung gestellt. Damit haben endlich alle Gemeinderatsmitglieder – die alten wie die neu gewählten – einen ähnlichen Wissensstand zum größten Bauvorhaben der Gemeinde Gammelin.

Mit einem geschätzten Bauvolumen von mehr als 1,74 Mio € steht es bereits im aktuellen Haushalt 2020. Den Grundsatzbeschluss zum Bau hat die vorherige Gemeindevertretung bereits vor vier Jahren gefasst. Für das Vorhaben sollen mehrere Fördertöpfe angezapft werden – einige Zusagen liegen bereits vor. Gammelin selbst muss rund 414.000 € Eigenmittel aufbringen. Wahrscheinlich mehr, wenn die Baukosten steigen.

Am Wegesrand © Michaela Christen

Es wird also höchste Zeit, sich darüber klar zu werden, ob die neue Gemeindevertretung den Bau wirklich um jeden Preis umsetzen will. Dazu sollte vorher auch geklärt werden, welche Folgekosten der Betrieb der Turnhalle verursacht und wie die Betriebskosten anteilig durch Schul- und Hortträger, Gemeinde(n) und Sportvereine finanziert werden.

Unklar ist mir immer noch, ob denn nun das „multiple Mehrzweckgebäude“ gebaut werden soll wie im Förderantrag von 2016 beschrieben oder eine abgespeckte Variante als „Sporthalle mit Sozialtrakt“? Unbedingt muss geklärt werden, wie sich der voluminöse Baukörper (der größer als das Schulgebäude ist) in das Ortsbild einfügen wird. Die sperrige Halle soll direkt gegenüber dem historischen Kirchenensemble stehen. Vielleicht muss dazu ein alternativer Standort gefunden werden. Und schließlich sind auch die Verkehrs- und Parkprobleme zu betrachten, denn die Sportstätte soll auswärtigen Vereinen in den freien Zeiten zur Nutzung angeboten werden.

Die Löschwasserbohrung in Bakendorf. © Michaela Christen

Üblicherweise klärt man solche Fragen, bevor man grundsätzliche Entscheidungen zum Bau trifft. In der nächsten Sitzung wird sich unsere Gemeindevertretung darüber verständigen, ob wir dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben werden.

Löschwasserbohrung mit unverhofften Folgekosten

Wie schnell eine Investition unverhofft die nächste nach sich zieht, zeigt der neue Löschwasserbrunnen, den die Gemeinde jetzt in Bakendorf anlegen ließ. Um das Grundwasser zu erreichen, musste die Brunnenbaufirma tiefer bohren als gedacht. Das hat zur Folge, dass jetzt noch ein Stromanschluss zum Brunnen gebraucht wird oder ein leistungsstärkeres Notstromaggregat für 12.000 bis 15.000 €. Wahrscheinlich sogar beides. Denn bei Stromausfall kann die Feuerwehr die Pumpe sonst nicht betreiben. Auf einem anderen Blatt steht, ob die Bohrung genau an diesem Standort sein musste. An dieser Stelle wurde vor Jahren als Dorfverschönerungsmaßnahme eine Sitzecke angelegt. Jetzt schaut man direkt auf das blaue Rohr.

Und sonst noch?

Schulgarten: Im Mai sind die beiden Hochbeete für den Schulgarten angelegt worden. Ab wann der Garten bewirtschaftet wird, ist nach Auskunft des Amtes aufgrund der aktuellen Corona-Situation unklar. Das liegt in der Entscheidungskompetenz der Schule, die sich den Ausbau des Schulgartens gewünscht hatte.

Friedhofsweg: Die Verkehrsführung am Rondell ist nach wie vor strittig. Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Stamer wird im Auftrag der Gemeindevertretung nochmals den Kontakt zur Verkehrsbehörde des Landkreises aufnehmen, um alternative Regelungen zu finden.

Grünschnitt-Entsorgung: Der Gemeinderat sieht die Bestellung eines Containers nach den Erfahrungen, die anderenorts gesammelt wurden, überwiegend krititisch. Grünschnitt-Container würden oftmals durch sonstigen Müll verunreinigt – und die Gemeinde müsste dafür die Kosten tragen. Ich habe dazu zwar eine andere Meinung. Doch die Mehrheit entscheidet

Ausgleichpflanzungen: Das Amt bekräftigt die Auffassung, dass die Straßenbaumaßnahmen im Ort nach den neuesten gesetzlichen Regelungen keine Ersatzpflanzungen zwingend erfordern. Die Gemeinde kann sie aber freiwillig vornehmen. Amtsvorsteher Holger Maty rät dem Gammeliner Gemeinderat, im Zuge einer Einwohnerversammlung Vorschläge zu sammeln, wo man in den Ortsteilen welche Bäume pflanzen kann.

Das war alles für diese Woche – bleiben Sie gesund und solidarisch. Ihre Michaela Christen

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