Keine Schmalspur-Fahrbahn

In der Schmiedestraße wird es durch die Sanierung keine Schmalspur-Fahrbahn geben. Das ist das Ergebnis der Arbeitsberatung der Gemeindevertretung mit dem Planungsbüro am Dienstagnachmittag (9. Juni) im Amt Hagenow-Land. In der Sitzung wurde mit dem Planer und dem Amt besprochen, was baulich machbar ist. Bewilligt hatte der Fördermittelgeber für die Schmiedestraße bislang eine Mischverkehrsfläche von vier Metern Breite aus Fahrbahn (2,80 Meter) und Gehweg (1,20 Meter).

Machbar ist laut Vorplanung sogar eine Fahrbahnbreite von 4,50 Meter (alternativ 3,50 Meter). Zusätzlich können linksseitig drei längere Ausweichbuchten angeordnet werden. Sind die bei dieser Fahrbahnbreite wirklich nötig, wenn ohnehin in der Wohnstraße nur Tempo 30 gefahren werden soll? Jedem Grundstück steht zur Erschließung eine Auffahrt zu, betonte der Bürgermeister in der Beratung. Der Gehweg kommt auf die rechte Straßenseite.

Der Gehweg kommt auf die rechte Seite und soll durch einen befahrbaren Streifen von der Fahrbahn getrennt werden.

Keine neuen Bäume vorgesehen

Zwischen Fahrbahn und Gehweg soll es einen begrünten Schotterstreifen geben, der befahrbar ist. Neue Bäume sind bislang nicht vorgesehen. Weil es zu viele Leitungen im Untergrund und zu wenig Platz auf der Trasse gibt, so die Begründung des Planers. Ich frage mich bei solchen Argumentationen immer, warum das in den Städten geht? Selbst in schmalen Straßenzügen sehe ich dort viel straßenbeleitendes Grün. Und zwar echte Bäume und nicht nur Ziergehölze wie den besonders pilzanfälligen Rotdorn.

Da die neue Straße auch die neuen Eigenheime im oberen Teil der Schmiedestraße erschließt, wird sie um einiges länger als die jetzige Piste aus Fahrbeton. Der Regenwasserkanal muss ebenfalls verlängert werden. Vier zusätzliche Straßenlaternen sind im Förderantrag bewilligt. Wie genau die Führung des Oberflächenwassers auf der abschüssigen Straße erfolgen soll, das ist Gegenstand der Feinplanung. Das gilt auch für den so genannten „Wendehammer“, eine Wendemöglichkeit für Müllfahrzeuge, die möglicherweise jenseits der Dorfgrenze angeordnet werden muss.

Der obere Teil der Schmiedestraße ist jetzt noch unfestigt.

Plasterbauweise oder Asphalt?

Pflasterbauweise oder Asphalt – auch über die Ausführung der Fahrbahn wurde noch einmal diskutiert. Asphalt wäre günstiger, schneller und leiser. Allerdings passt er nicht zum dörflichen Charakter und leistet womöglich auch der Raserei in dieser Wohnstraße Vorschub.

Das Amt wird jetzt noch einmal Kontakt zum Fördermittelgeber aufnehmen und eine Fahrbahnbreite von bis zu 4,50 Metern zur Förderung einreichen. Das legten die Gemeindevertreter in der Arbeitsberatung im Einvernehmen mit der Amtsverwaltung fest. Auch die Förderung einer alternativen Ausführung der Straße in Asphalt soll noch einmal angefragt werden, hat aber wenig Aussicht auf Realisierung.

Schon jetzt ist allerdings klar, dass eine bereitere Fahrbahn auch teurer ist. Die Frage wird dann sein, ob sich die Gemeinde die 4,50 Meter oder 3,50 Meter leisten möchte? Das letzte Wort darüber hat die Gemeindevertretung. Und was meinen die Bürger?

Wie wichtig eine funktionierende Straßenentwässerung in der Schmiedestraße ist, zeigt sich bei Regen. Fotos © Michaela Christen

Den weiteren Zeitplan wird das Planungsbüro dem Amt nächste Woche vorlegen. Die genauen Baukosten stehen erst nach dem Ergebnis der Ausschreibung fest. Auch eine Einwohnerversammlung zur Vorstellung der Feinplanung soll es geben – unter Einhaltung der Abstandsgebote. Gemeinderatsmitglied Klaus Stamer hat angeboten, wenn nötig, seinen Bergeraum als hinreichend großen Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen.

Und sonst noch?

Wasserbeschaffungsverband informiert über Trinkwasserqualität: Auf seiner Internetseite informiert der Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale über die Probleme mit dem Trinkwasser. Es ist seit einiger Zeit bräunlich eingetrübt. Darüber gab es Beschwerden. Der Geschäftsführende Leiter des Wasserbeschaffungsverbandes, Nicolaus Johanssen, teilte mir auf Anfrage mit, dass zurzeit wöchentlich Beprobungen des Reinwassers am Ausgang des Wasserwerks Hülseburg und im Netz durchgeführt werden: „Die immer noch laufenden umfangreichen Rohrnetzspülungen haben nach unserer bisherigen Einschätzung dazu geführt, dass auch hinsichtlich der chemisch-physikalischen Parameter die Grenz- bzw. Richtwerte nach der Trinkwasserverordnung sowohl am Wasserwerksausgang als auch im Netz eingehalten werden.“

Feuerwehr im Einsatz: Aktuelle Infos zu den Einsätzen der FFW Gammelin finden Sie auf Facebook: Dort war auch zu lesen, dass es beim Alarm in der vergangenen Nacht um einen umgestürzten Baum an der Kreisstraße kurz vor der Ortschaft Luckwitz ging.

Nächste Woche mache ich eine Pause. Bleiben Sie gesund und solidarisch – Ihre Michaela Christen

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